Bei den Bürgergesprächen vor und im Wahlkampf haben wir zugehört und für euch Stimmen aus Sittensen notiert. Auch wenn das Ergebnis nicht repräsentativ sein kann, möchten wir aus Respekt jede Stimme ernst nehmen. Wir bedanken uns bei allen Bürger*innen, die sich die Zeit nahmen, mit uns ins Gespräch zu kommen. Die Themen waren sehr gemischt und es zeigt sich, dass es aus Sicht der Bürger*innen vielfältige Probleme gibt. Wir wollen keines davon verschweigen, sondern transparent und offen darüber reden.
Die hier wiedergegebenen Punkte sind Meinungen von Bürger*innen aus dem gesamten politischen Spektrum:
- „Trimm-dich-Pfad“:
Ein Vorschlag lautete, in Sittensen kleine, einfache Geräte aufzustellen, sodass verschiedene Stationen zur körperlichen Ertüchtigung im Freien anregen. Diese könnten beispielsweise mit einer Tafel versehen werden, auf der sportliche Übungen als Zeichnungen vorgemacht werden. So würden diese Stationen vielleicht auch zu Begegnungsstätten, an denen Bürger*innen ins Gespräch kommen können. - Begegnungsstätten:
Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, dass Sittensen einen „neutralen“ Treffpunkt bräuchte. Die vorhandenen Angebote in Sittensen werden als nicht zeitgemäß empfunden. - Gewalt an Schulen:
In Gesprächen mit Erstwähler*innen wurde die zunehmende Drangsalierung Jüngerer durch Ältere Schüler*innen an einer Sittensener Schule thematisiert. Die bestehenden Präventionsangebote wurden als unzureichend wahrgenommen. Es wurde der Wunsch nach mehr Sicherheit und spürbaren, konsequenten Reaktionen der Verantwortlichen bei Fehlverhalten im Schulalltag, gefordert. - Bus und Bahn:
Das Dauerbrenner-Thema ist und bleibt: Öffentlicher Nahverkehr. Viele Menschen wünschen sich, nicht nur an der Bahnschranke stehen zu müssen, um auf vorbeifahrende Züge zu warten, sondern möchten diese auch nutzen können. - Verkrustete Strukturen:
Ob in Vereinen oder der Politik, ältere Wähler*innen berichteten von Stillstand und Stagnation. Sie wünschten sich mehr Einfluss durch die Jugend. - Miteinander und Vertrauen:
Uns wurde von Enttäuschungen berichtet, die durch die Bundespolitik verursacht wurden und deutliche Spuren hinterlassen haben. Die Bürger*innen wünschen sich, dass der Zwist und Streit zwischen Amtsträgern aufhört, damit eine gemeinsame, vertrauensvolle und transparente Politik möglich ist. - Pazifismus: Es wurde der Wunsch geäußert, die Grünen mögen sich wieder stärker als Friedenspartei einsetzen.
- Handynetz und Internet:
Der Mobilfunk ist weiterhin verbesserungswürdig. Eine verlässliche digitale Grundversorgung ist auf dem Land kein Komfortthema, sondern absolute Notwendigkeit für den Alltag. - Infrastruktur in den Baugebieten:
Straßen, Laternen und das direkte Wohnumfeld sollten zügiger fertiggestellt werden. Dass ein Neubaugebiet oft jahrelang eine Baustelle bleibt, sorgt für großen Ärger. - Verkehrsberuhigung als Streitthema:
Hier gehen die Meinungen stark auseinander. Einige wünschen sich ruhigere Straßen, andere lehnen Tempobegrenzungen, Poller und Schwellen entschieden ab. Besonders die Sorge um Rettungs- und Notarztwege wurde drastisch zum Ausdruck gebracht. Wir nehmen mit: Wer über Verkehrsberuhigung spricht, muss die Rettungswege mitdenken. - Kleine Dinge, große Wirkung:
Mehrfach geäußert wurde der Wunsch nach mehr Parkbänken und Mülleimern im Ortsbild.
Bemerkenswert ist: Trotz teils kritischer und emotionaler Themen blieben ausnahmslos alle Gespräche freundlich, offen, sachlich und fair.
Wir bedanken uns bei allen Wähler*innen für das Vertrauen. Wir werden mit jeweils 3 Sitzen von 19 im Gemeinderat vertreten sein und mit 3 von 28 Sitzen im Samtgemeinde-Rat für eure Anliegen eintreten.
Du möchtest mitreden oder auch mitgestalten?
Dann bist du herzlich eingeladen zu unserem Stammtisch. Natürlich würden wir uns auch sehr freuen dich als neues Mitglied im Ortsverband Sittensen begrüßen zu dürfen.